Ursachen für Haare und Schuppen


Die Ursachen für übermässige Schuppenbildung auf der Kopfhaut sind zahlreich.

Die am häufigsten vorkommenden Kopfschuppen, die harmlos aber lästig sind, werden im Allgemeinen von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren verursacht, die das Mileu auf der Kopfhaut verändern und dadurch an sich harmlosen Pilzen verstärktes Wachstum ermöglichen.

Als Faustregel kann man sich merken, dass jeder übermässige Reiz die Entstehung von Kopfschuppen begünstigen kann.

In selteneren Fällen liegt eine echte Erkrankung der Kopfhaut vor, die der Behandlung durch einen Hautarzt bedarf.

Harmlose Kopfschuppen

Bei den harmlosen Kopfschuppen wird durch innere und äussere Gründe vermehrt Hautfett durch die Talgdrüsen der Kopfhaut gebildet.

Dadurch wird das Wachstum von Hautpilzen begünstigt, die ihrerseits die Erneuerung der Hautzellen beschleunigen.

Abgestorbene alte Hautzellen, die durch Hautfett zusammenkleben bilden die Schuppen, die dann in den Haaren oder auf der Bekleidung sichtbar werden.

Andersherum kann aber auch zu trockene Haut Kopfschuppen begünstigen. In diesem Fall sterben die Hautzellen zu schnell ab, weil ihnen die Nahrung fehlt und sie nicht geschmeidigt genug sind.

Normale Pilzbesiedlung

Ein Kleiepilz mit dem malerischen Namen Malassezia furfur, früher auch Pityrosporum ovale genannt, kommt immer auf jeder Haut vor. Er ist ein Teil der ganz normalen Hautbesiedlung und verursacht normalerweise keine Probleme.

Wenn man ihm aber zuviel "Nahrung" bietet, und das Säureschutzmantel der Haut nicht in einem guten Zustand ist, kann sich dieser Pilz jedoch übermässig stark vermehren.

Ein stark vermehrter Malassezia furfur kann Hautprobleme auslösen, weil er Stoffe ausscheidet, die die Haut reizen. Auf der Kopfhaut kommt es dadurch in erster Linie die lästigen Kopfschuppen, die mit leichtem Juckreiz verbunden sind.

Die "Nahrung", die es Malassezia furfur ermöglicht, sich so stark zu vermehren, ist der Talg, der von den Talgdrüsen produziert wird.

Es sind also "fettige Haare", die Malassezia furfur ernähren und zur Bildung von Kopfschuppen beitragen.

Störungen der Talgproduktion durch hormonelle Umstellungen

Besonders in Zeiten hormoneller Umstellungen produziert die Haut übermässig viel Fett.

Das führt im Gesicht zu Pickel und auf dem behaarten Kopf nicht nur zu fettigen Haaren, sondern bei vielen auch zu lästigen Kopfschuppen.

So kommt es, dass Kopfschuppen vor allem in der Pubertät häufig auftreten.

In den Wechseljahren ist es hingegen eher zu trockene Haut, die Kopfschuppen fördert.

Erbliche Veranlagung

In manchen Familien treten Kopfschuppen gehäuft auf.

Anscheinend ist die Neigung zu Kopfschuppen also in gewissem Masse erblich.

Warum die Veranlagung zu Schuppen vererbt wird, ist bisher jedoch nicht bekannt.

Stress

Ein unruhiges Leben und Stress kann die Entstehung von Kopfschuppen begünstigen.

Durch den Stress wird die Schutzschicht der Haut gestört und Hautpilze haben bessere Chancen, sich übermässig zu vermehren und Kopfschuppen zu verursachen.

Temperaturwechsel

Auch das Klima hat Auswirkungen auf die Entstehung von Schuppen.

Im Winter treten Schuppen vermehrt auf.

Das liegt daran, dass man im Winter ständig zwischen warmer, trockener Heizungsluft und kalter, feuchter Luft im Freien wechselt.

Diese Reize durch Temperatur- und Feuchtigkeitswechsel irritieren die Kopfhaut, die Folge ist verstärkte Schuppenbildung.

Reizende Pflegeprodukte

Zu häufiges Haarewaschen und aggressive Shampoos oder anderweitige Pflegeprodukte können die Kopfhaut so sehr reizen, dass vermehrt Kopfschuppen entstehen.

Wenn man also versucht, durch häufiges Haarwaschen seine Schuppen wegzuwaschen, erreicht man damit oft genug das Gegenteil.

Auch der Einsatz von Shampoos gegen fettiges Haar kann fatal sein, weil solche Shampoos die Kopfhaut stark austrocknen und dadurch die Talgdrüsen zu verstärkter Fettproduktion zwingen.

Ein weiterer potentieller Reizfaktor sind Haarwässer, die häufig die Haut stark austrocknen.

Selbst zu häufiges Bürsten oder harte Drahtbürsten können die Enstehung von Schuppen begünstigen.

Erkrankungen der Kopfhaut

Nicht alle Arten von Kopfschuppen sind harmlos.

Manchmal sind sie auch ein Zeichen für eine Erkrankung der Kopfhaut.

In folgenden Fällen sollte man einen Hautarzt aufsuchen, um die genaue Ursache herausfinden zu lassen. Ausserdem muss die Ursache dann behandelt werden.

Die Kopfhaut zeigt folgende Anzeichen:

  • Starker Juckreiz
  • Rötung
  • Festklebende Schuppen
  • Nässen
  • Borken
  • Krusten
  • Schwellungen

Seborrhoisches Ekzem

Beim Seborrhoischen Ekzem sind die Schuppen gelblich, fettig und besonders gross.

Bei diesem Ekzem ist die Talgproduktion besonders stark erhöht.

Oft tritt das seborrhoische Ekzem auch im Gesicht auf.

Pilzerkrankung

Ausser den harmlosen Kleiepilzen könnten auch andere Pilze zu Kopfschuppen führen.

Dann hätte man ausser Schuppen aber in den meisten Fällen auch starken Juckreiz und eine Rötung der Kopfhaut.

Häufig wären sogar ekzematische Hautveränderungen der Fall.

Schuppenflechte

Bei Schuppenflechte ist die Haut rötlich geschwollen.

Die Schuppung ist weiss und wie feine Späne.

Auf der rot geschwollenen Haut sitzen die Schuppen zunächst sichtbar fest, bevor sie sich ablösen.

Schuppenflechte kommt häufig auch an anderen Stellen des Körpers vor, beispielsweise an den Ellenbogen.

Neurodermitis

Neurodermitis ist vor allem durch quälenden Juckreiz und eine sehr trockene Haut gekennzeichnet.

Die Haut ist meistens stark gerötet, hat kleine Pustelchen und häufig entzündete oder gar eitrige Kratzstellen.

Wenn die Neurodermitis auch den Kopf befällt, ist die Kopfhaut so trocken, dass die Hautzellen verstärkt absterben und dann schuppig vom Kopf rieseln.

Kontakt-Allergie

Manche Allergien reizen die Kopfhaut so sehr, dass dadurch vermehrt Kopfschuppen gebildet werden.

In den meisten dieser Fälle wird damit starker Juckreiz einhergehen und häufig auch eine Rötung der Haut, eventuell sogar mit Schwellungen oder ekzematischen Veränderungen.

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